Studienhintergrund

DESTINY-S

DEcompressive Surgery for the Treatment of Malignant INfarction of the Middle Cerebral ArterY – Survey

Schwerwiegende, raumfordernde ischämische Schlaganfälle der Großhirnhemisphären, so genannte maligne Mediainfarkte, haben trotz maximaler intensivmedizinischer Therapie eine hohe Sterblichkeit.

Zudem leiden Patienten, die einen solchen malignen Mediainfarkt überleben, in der Folge immer unter einer dauerhaften Behinderung von unterschiedlichem Ausmaß. Mit der dekompressiven Hemikraniektomie steht für Patienten bis 60 Jahre eine wirkungsvolle Therapie zur Senkung der Sterblichkeit zur Verfügung, mit der gleichzeitig die Chance für ein von anderen langfristig unabhängiges Überleben verdoppelt wird. Gleichzeitig steigt mit der operativen Behandlung aber auch die Anzahl der Patienten, die mit einer schweren bleibenden Behinderung überleben. Hierbei ist der Grad der Behinderung, der noch als „akzeptabel“ angesehen wird, Gegenstand der Diskussion, insbesondere da die Alternative einer konservativen Therapie mit einer sehr hohen Letalität von über 70% verbunden ist.

DESTINY-S untersucht die Einstellung zu bleibender Behinderung nach einem malignen Mediainfarkt anhand eines anonymen Fragebogens

  1. unter Patienten, die einen solchen sehr schweren Schlaganfall erlitten haben
  2. unter Patienten mit leichten bis mittelschweren akuten Schlaganfällen
  3. jeweils auch deren Angehörigen,
  4. unter Ärzten
  5. unter Pflegepersonal.

Studiendesign

Mulizentrische, prospektive, schriftliche und anonyme Befragung.

Hauptzielkriterien

  1. Grad der Behinderung, gemessen anhand der modifizierten Rankin Skala, der persönlich als noch akzeptabel bewertet wird.
  2. Persönliche Therapieentscheidung.

Nebenzielkriterien

Faktoren, von denen die Einstellung zu bleibender Behinderung abhängig sein könnte, z. B. Alter, vorbestehender und aktueller Grad der Behinderung (der eigene oder des angehörigen Patienten), Aussicht auf dauerhafte Pflegebedürftigkeit, aktuelle Wohnsituation und Vorhandensein und Unterstützung durch Angehörige.

Comments are closed.